FERIEN WORKSHOP SYLT – REVIEW

5 Tage an der See, 21 Stunden Feldenkrais, ein charmantes Seminarhaus am Meer. …und das ist passiert: Gleich am ersten Abend wird klar. Kopfheben in Rückenlage ist gar nicht so leicht. Gefühle von Ärger, Ungeduld und Frustration. Eigentlich will man genießen. Tag 5 sieht das ganz anders aus. Alle! ohne Ausnahme können den Kopf in Rückenlage mühelos heben und das richtig hoch. Jetzt ist man überrascht und stolz, freut sich! Zwischen Tag 1 und Tag 5 ist viel passiert. Meine Teilnehmer haben einen der wichtigsten Grundsätze der Feldenkrais Methode lebendig erfahren dürfen. Weniger ist mehr. Je geringer die Anstrengung und je größer die Aufmerksamkeit, desto besser das Ergebnis. Die Sylter Gruppe hat gelernt jeden einzelnen Wirbel der Wirbelsäule zu  benutzen, besonders die Wirbel der Brustwirbelsäule und die der Lendenwirbelsäule. Sie haben damit experimentiert das Brustbein zu senken. Erfolgreich ihr Becken zu mobilisieren. Auszuatmen. Die Anstrengung zu reduzieren. Und wenn alle relevanten Elemente in einem Moment zusammen spielen, dann hebt sich der Kopf wie von selbst. Magisch.
In den Trainingspausen gab es viel Raum für gemeinsame spontane Aktivitäten: für Strandwanderungen, Radtouren, Sonnenuntergang gucken, Strandkorb sitzen, Butterkuchen essen, Weltnachrichten verfolgen. Wind in allen Variationen, Sonne, Regenschauer, Schweinswale im und Vogelschwärme auf dem Wasser, Strandrosen, Lupinen, tellergroße Mohnblumen, Weltmeisterkür der Kitesurfer. Es war schön!

Schön, dass ihr mit dabei wart. Und für alle, die eigentlich auch mitkommen wollten, bei denen es aber dieses Jahr nicht geklappt hat. Wir machen weiter! Auch 2018 ist „Feldenkrais“ wieder unterwegs… wohin? Lasst euch überraschen.

Es grüßt das Team von Sylt,
Hella, Meret + Amber

 

GESEHEN bei Nebel, zwei Meter vom Strand entfernt einen Schweinswal. Oben schwarz unten weiß tauchte der etwa zwei Meter lange kleine Tümmler immer wieder auf, um Luft zu holen. Um dann unglaublich elegant und schön mit der Nase voran wieder in das jadegrüne Nordseewasser einzutauchen. Kaum zu glauben, zum Greifen nah, still und berührend. Fotografieren lassen wollte sich der Zahnwal nicht, sobald ich die Kamera auf ihn gerichtet hielt, ist er abgetaucht, genau wie meine Teilnehmer auf Sylt.

GEFREUT über die Neugierde meiner Teilnehmer, ihre Hingabe und Bereitschaft Neues unermüdlich auszuprobieren. Zu sehen, wie Lernen in Bewegung und Achtsamkeit, Wahrnehmung, Verhalten und Kommunikation in kürzester Zeit verändern kann. Wunderbar waren auch die langen Spaziergänge am Wassersaum, die Lichtstimmungen, Wolkenformationen, die weiche Luft und der Duft der Sylter Rosen bei Regen.

GEHÖRT die Spielweise einer Nachtigall, das wilde Geschrei unzähliger Möwen auch bei Nacht (wann schlafen die eigentlich?), das Gleichmaß des Windes in allen Modulationen, das Lied der Brandung bei Ebbe und Flut.

2 Anmerkungen zu “FERIEN WORKSHOP SYLT – REVIEW

  1. Ursula Charisius

    Danke für den sehr schönen Bericht der in mir wunderschöne Vorstellungsbilder von Naturerleben , Lernen und Gemeinschaft erzeugt…was gewesen wäre , wenn …
    So war ich auch etwas dabei .

    Antworten
  2. Johanna und Franz

    Hurra, wir waren dabei!!!!
    Liebe Hella, Du hast auf knappstem Raum die wundervollen (im wahrsten Sinne) Tage in Sylt zusammengefasst.
    Als Nebenwirkung konnten wir zu Hause unsere Kopfkissen austauschen und gut schlafen. Unter anderem sind wir jetzt in der Lage das Schlüsselbein in Bewegung zu spüren…..
    Natürlich schmeichelt es uns besonders, dass wir von vorne und von hinten so fotogen sind, dass wir in Deine Website Aufnahme gefunden haben.
    Nochmal herzlichen Dank für die erlebnis- und erfahrungsreichen Tage auf Sylt.
    Johanna und Franz

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.